Der Begriff der Psychopharmakologie umfasst die Lehre über die Wirkungen und Stoffwechselwege von Substanzen (Psychopharmaka), die vorwiegend im Gehirn (ZNS) eine Wirkung auf die Psyche haben.

 

Es gibt mittlerweile ein Vielzahl von unterschiedlich gut erforschten Wirkstoffen in der Psychiatrie, die unterschiedliche Wirkungen entfalten können. Nicht alle davon sind angenehm, dann sprechen wir von unerwünschten Wirkungen. Besonders frustran ist jedoch auch eine ausbleibende erwartete (erhoffte) Wirkung, die ja schließlich einen Heilungsprozess bewirken soll.

 

Im Rahmen meiner mehrjährigen Forschungstätigkeit am Zentrum für Physiologie und Pharmakologie (insbesondere an Letzterem) konnte ich die Psychopharmakologie vertieft kennen lernen. Es ist wichtig zu wissen und zu verstehen, dass sich mehere Substanzen (unter anderem Medikamente) in ihrer Wirkung erheblich beeinflussen können und zu unerwarteten Reaktionen führen können (Stichwort Polypharmazie). Zu diesen Substanzen zählen auch nicht-medikamentös dem Körper zugeführte Stoffe, wie z.B. Koffein oder Rauchinhaltsstoffe des Tabaks. Ebenso gibt es individuelle Unterschiede bei Abbauenzymen im Menschen, dies ist genetisch festgelegt.

 

Die Medikamente, die sie einnehmen, haben Wirkungen, nicht alle sind erwünscht. Ich lege hier besonderen Wert darauf, genau nachzusehen woran das liegt und versuche im Vorhinein schon meine Verordnungen darauf hin zu überprüfen.

 

Eine handvoll sehr guter Untersuchungsmöglichkeiten erlaubt es uns festzustellen, ob Psychopharmaka in ihrem Körper wirken bzw. wie sie sich dort verhalten. Dies ist oft nicht sehr aufwendig und leicht durchführbar.